Nachhaltigkeit in der Veranstaltungsbranche ist kein Luxus mehr. Sie wird von Kunden, Teilnehmern und zunehmend auch von Aufsichtsbehörden als Grundvoraussetzung erwartet. Die Frage ist nicht mehr, ob man handeln soll, sondern wie ernst man es mit dem Engagement meint.
Easyfairs, der belgische Veranstalter, der 110 verschiedene Veranstaltungen in 16 Ländern organisiert, hat soeben seinen zweiten jährlichen Nachhaltigkeitsbericht veröffentlicht, und die Zahlen sind ermutigend – nicht nur für das Unternehmen selbst, sondern auch für die gesamte Branche, die es repräsentiert.
Umweltzahlen
Seit dem Basisjahr 2019 verzeichnet das Unternehmen eine Reduzierung der gesamten CO₂-Emissionen um 34 %, der Scope-1- und Scope-2-Emissionen um 64 % sowie eine Senkung der Kohlenstoffintensität pro Ereignis um 27 %. Zur kontinuierlichen Messung hat Easyfairs dieses Jahr eine neue ESG-Plattform eingeführt, um die jährlichen CO₂-Auswirkungen zu erfassen.
Der Bericht hebt nicht nur die erreichten Erfolge hervor, sondern benennt auch Bereiche, in denen weitere Verbesserungen erforderlich sind, was das Unternehmen als Teil seines Engagements für Transparenz betrachtet.
Ereignisse und soziale Auswirkungen
Neben den Umweltdaten beleuchtet der Bericht, wie einzelne Veranstaltungen als Plattformen für ein breiteres gesellschaftliches Engagement genutzt werden. Laut den veröffentlichten Zahlen integrieren 75 % der Easyfairs-Veranstaltungen Nachhaltigkeit in ihre Programmgestaltung, und 76 % kooperieren mit einer gemeinnützigen Organisation. Das Unternehmen erklärt, dass diese Initiativen die lokale Wirtschaft stärken und Inklusion sowie die Kompetenzentwicklung in den jeweiligen Veranstaltungsorten fördern sollen.
Interne Kennzahlen
Easyfairs weist im Personalbereich einen Employee Net Promoter Score von 34 aus und gibt an, dass 49 % der Führungskräfte Frauen sind. Das Unternehmen wurde 2025 zum siebten Mal in Folge von Deloitte als „Best Managed Company“ ausgezeichnet.
Was kommt als Nächstes?
Der Bericht versteht Nachhaltigkeit als fortlaufenden Prozess und nicht als Zielzustand. Nachhaltigkeitschef Nil Sönmez erklärte, das Ziel sei es, sicherzustellen, dass die wirtschaftlichen Auswirkungen der Unternehmensaktivitäten nicht auf Kosten der Umweltressourcen gehen, indem Nachhaltigkeit in die Konzeption, Durchführung und Entwicklung von Veranstaltungen integriert wird.
Quelle: Photo: iStockPhoto 1344923073








